Kirchengemeinde Munster, St. Urbani-Kirche - Foto: Wilko Burgwal 

St. Johanniskirche Soltau - Foto: Wilko Burgwal 

 © Wilko Burgwal 

 © Wilko Burgwal 

Lutherkirche Soltau - Foto: Wilko Burgwal

Ev.-Luth. Kirchenkreis Soltau

Herzlich Willkommen!

Unser Kirchenkreis mit seinen knapp 46.000 Kirchenmitgliedern erstreckt sich über das Gebiet des früheren Landkreises Soltau mit Ausnahme der Stadt Schneverdingen und der Gemeinde Neuenkirchen, und über den Nordteil des Landkreises Celle.

Der Kirchenkreis ist geprägt von der Hermannsburger Erweckung, also auch vom Evangelisch-lutherischen Missionswerk in Niedersachsen, das seinen Sitz in Hermannsburg hat, von den drei Truppenübungsplätzen und dem dazu gehörigen Militär, der Gedenkstätte in Belsen und dem Fremdenverkehr in der Lüneburger Heide. Der Kirchenkreis setzt sich zusammen aus 12 Kirchengemeinden mit 17 Kirchen beziehungsweise Kapellen. Eine davon ist die Militärkirchengemeinde in Munster, die einzige ihrer Art in Deutschland.Unter den Kirchen sind alte aus dem vierzehnten Jahrhundert (Bispingen, Müden/Oe., Munster und Wolterdingen), aber auch ganz neue aus dem 20. Jahrhundert wie Breloh und Munster. Über 400 haupt- und nebenberufliche und sehr viele ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen arbeiten in den Gemeinden am Reich Gottes. An Sonn- und Feiertagen versammeln wir uns um 9.30 oder um 10.00 Uhr in unseren Kirchen zum Gottesdienst.

 

Osterbotschaft von Landesbischof Ralf Meister, Hannover

 Bild: Jens Schulze
„Ich habe noch Blumen
aus der Wildnis im Arme,
ich habe noch Tau in meinen Haaren
aus Tälern der Menschenfrühe.“
 
Diese Bruchstücke frommer Poesie von Gertrud von le Fort (1876-1971) berühren Karfreitag und Ostern auf behutsame Weise. Sie lassen an die Menschen denken, die als Zeuginnen und Zeugen der Kreuzigung unter dem Kreuz geblieben sind. Als alle fliehen, bleiben sie. Durch den Schleier ihrer Tränen sehen sie nur verschwommen. Es ist, als trügen sie den Karfreitag wie ein Dornengebinde im Arm. Lange ist da keine Spur von ausgelassenem Osterjubel. Tief hat die Kreuzigung Spuren ins Leben gegraben. Wie wandeln sich die Dornengebinde in den Armen in Blumen neuen Lebens? Wann befreit sich der Lobpreis  aus dem Schweigen? Wann leuchtet neues Leben im Licht des österlichen Morgens? Wann ändert sich etwas in unserer Gesellschaft, die zutiefst unsicher ist über ihren Weg? 
 
Die Grundlagen auf denen unser Miteinander ruht, werden zweifelhaft: Die unbedingte Achtung des Fremden, die bedingungslos gewährte Barmherzigkeit, das Geschenk der Gnade, die gemeinsamen Tränen über alle Gewalt, die Versöhnung mit Tätern. Viele große Bewegungen, die aus unserem Glauben prägend sind, drohen verloren zu gehen. Wir kennen die Argumente, wir kennen die Scheu und die Sorge vor der Religion. Jeder religiöse Satz, egal von wem gesprochen, wird schnell als ein unlauterer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte empfunden. Ja, richtig: Wir wissen um die Schuld, die im Namen des Glaubens entstanden ist. Und dennoch: Ist diese Welt ohne Religion nur ein wenig humaner geworden, menschenfreundlicher?
 
Ostern kommt und zeigt das menschenfreundliche Gesicht der Religion inmitten allen Leidens, aller Ängste, aller Trauer. Nicht mit einer mächtigen Proklamation. Auferstehung  ist eine Kraft, die aus der Kreuzigung kommt und das Leben behutsam und mit Hoffnung durchdringt. Sie lässt uns zurückkehren aus Tränen, Schweigen und Ratlosigkeit. „Christ ist erstanden!“. Dieser Ruf trägt nicht, wo er als steile Behauptung daherkommt. Es gehört eine tiefe Erfahrung zu ihm. Erst dann sprießen Blumen aus Dornen. Ein Lobpreis entwindet sich dem Schweigen und eine Hoffnung sprengt die Furcht. Deshalb sprechen wir von der Hoffnung, die uns erfüllt, durch alle Kreuzigungserfahrung hindurch. „Christ ist erstanden!“ In ihm dürfen wir Hoffnung für die Welt und uns Menschen haben. 
 
Ralf Meister, Ostern 2017
 

Tauferinnerung mit allen Sinnen

 Johannes Neukirch

Erlebnis-Raum Taufe in Wittenberg mit Multimediainszenierung und 500 Jahre altem Taufstein

Am 20. Mai 2017 wird in Wittenberg die Weltausstellung Reformation eröffnet. Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers ist dort mit dem Erlebnis-Raum Taufe vertreten. In der letzten Woche gab es für die 50 Superintendentinnen und Superintendenten der Landeskirche, die zu einer Tagung in Wittenberg waren, eine Vorabführung. Unter den Premieren-Gästen war auch Superintendent Heiko Schütte, Soltau.

Auf 120 Quadratmetern können Besucherinnen und Besucher im „Erlebnis-Raum“ die Bedeutung von Taufe mit allen Sinnen erfahren, unter anderem in einer aufwendigen Videoinstallation. „Die Szene, in der die Menschen im Regen stehen und das Wasser erwarten, hat bei mir ganz persönliche Erinnerungen wach gerufen an Personen, die sich nach Regen, nach Ernte und nach Leben sehnen“, schilderte Propst Stephan Wichert-von Holten aus dem Kirchenkreis Lüchow-Dannenberg seine ersten Eindrücke. „Es wird einem auch ein bisschen schwindelig, man kommt verändert aus diesem Panorama-Kino wieder raus.“

Genau so hatte Projektleiterin Ulrike Tüpker sich das gedacht. Die Weltausstellung Reformation halte ansonsten viel Kognitives für die Besucher aus aller Welt bereit. Der Beitrag der Landeskirche Hannovers sei hingegen eher etwas für die Sinne und das Gefühl. „Das Sakrament der Taufe lässt sich ja auch gar nicht anders darstellen, als auf immaterielle Weise“, erklärte Tüpker.

„Der Taufstein, an dem viele Generationen getauft wurden, lässt einen das erleben: Da stehst du an der Grenze zwischen dem unsichtbaren Versprechen Gottes und dem ganz realen Leben. Und da trifft sich dann beides: unsere Sehnsucht und Gottes Ja zu uns“, sagt Schütte.

„Wir brauchten ein Thema, das für unsere Landeskirche steht und ganz grundlegend etwas mit Reformation zu tun hat“, erläuterte Arend de Vries, der als geistlicher Vizepräsident für das Reformationsjubiläum in der Landeskirche zuständig ist. Seit dem Jahr der Taufe 2012 gebe es immer wieder große Tauffeste in der hannoverschen Landeskirche. Daran knüpfe der „Erlebnis-Raum“ nun an. Hier könnten Menschen sich über die Bedeutung der Taufe informieren, und sich auch ganz persönlich an ihre eigene Taufe erinnern lassen.

Gleich im Eingangsbereich hat man Lust, die Schuhe auszuziehen und die Füße hochzulegen. Der flauschige Flokati-Teppich trägt zu der besonderen Atmosphäre in dem früheren Ladenlokal entscheidend bei. Abseits des Trubels der Wittenberger Fußgängerzone können sich die Besucherinnen und Besucher mit Hilfe von Tablets, die in die blauen Sitzgelegenheiten eingelassen sind, über unterschiedliche Aspekte des Themas Taufe informieren. „Warum ist das traditionelle Taufkleid den Kindern meistens zu groß?“ lautet eine Frage im Tauf-Quiz. Grün leuchtet die passende Antwort auf: „Weil der Täufling im Laufe seines Lebens noch in das Kleid, ebenso wie in den Glauben hinein wachsen wird.“

Im letzten Ausstellungsraum, dessen Wände matt golden schimmern, steht in der Raummitte ein historisches Taufbecken. „Wir haben uns die Mühe gemacht, einen 500 Jahre alten und 500 Kilo schweren Taufstein aus der Kirche in Hülsede, einer Gemeinde in unserer Landeskirche, hierher zu schaffen. Es gibt wohl kein passenderes Zeichen, um an 500 Jahre Reformation zu erinnern“, sagte Arend de Vries. An diesem alten Taufbecken werden ab dem 20. Mai Ehrenamtliche stehen und den Besucherinnen und Besuchern mit Wasser ein Kreuz auf die Stirn oder die Hand zeichnen.

„Der Taufstein am Ende der Inszenierung macht deutlich, dass alles in einer uralten Tradition ruht. Und das kann man kaum anschaulicher machen, als mit diesem viele Jahrhunderte alten Taufstein“, sagt Landesbischof Ralf Meister, der ebenfalls einer der Testbesucher in Wittenberg war.

Der Erlebnis-Raum Taufe ist vom 20. Mai bis 10. September 2017 für Besucherinnen und Besucher täglich außer dienstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Für größere Gruppen empfehlen die Veranstalter eine Voranmeldung über www.erlebnisraumtaufe.de.

Text: Meret Köhne

„Befreit! durch das Wort“ Hermannsburger Missionsfest 2017

Das Leben in Freiheit feiern, angefüllt durch den Geist Gottes – auch darum geht es auf dem Hermannsburger Missionsfest. Foto: ELM/Freudenthal
Bild: ELM Hermannsburg

„Lassen Sie uns das Leben in Freiheit, angefüllt durch den Geist Gottes, feiern. Ein Leben in Fülle!“, so die indische Pastorin Anupam Hial an die Hermannsburger Missionsfestgemeinde 2016. Ein Motto, das auch für das kommende Missionsfest des Ev.-luth. Missionswerks in Niedersachsen (ELM) gelten kann. Am 17. Juni ab 10 Uhr heißt es dazu dann „Befreit! durch das Wort“ auf dem Campus der Fachhochschule für interkulturelle Theologie Hermannsburg.

Weltweit ist für lutherische Christinnen und Christen dieses Wort mehr als eben nur Buchstaben. Für viele Menschen gerade auch in den Partnerkirchen des ELM hat Befreiung und damit die Fülle des Lebens erst stattgefunden, nachdem sie Zugang zum Evangelium in ihrer Sprache erhalten haben.

Und so lag eine der wichtigsten reformatorischen Leistungen Luthers in seiner Erkenntnis: ChristInnen müssen die Frohe Botschaft in ihrer Muttersprache lesen können, um die befreiende Wirkung zu erfahren. Diese Kraft hilft uns, Traditionen zu hinterfragen, uns einzumischen, wo Unrecht geschieht, Hass mit Liebe zu begegnen und in allen Sprachen und Traditionen gemeinsam zu beten.

Darum freut sich das ELM, Jung und Alt auch im Jahr des Reformationsjubiläums in Hermannsburg begrüßen zu können und seine internationale Arbeit näher vorzustellen: Ob im Gottesdienst oder im Weltdorf, in Gesprächsgruppen, in Workshops, beim Kinderfest oder bei der mitreißenden Musik des Akasia Church Choir aus Südafrika, der in diesem Jahr zu Gast sein wird.
Zur Anmeldung von Gruppen, für Handzettel und Plakate und für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an Sigrid Pfeil, Abteilung „Globales Lernen“, Telefon 05052 69-212, E-Mail
s.pfeil@elm-mission.net oder Internet www.elm-missin.net 
 

Das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) ist Teil eines großen Netzwerkes, das im Verbund mit 23 Kirchen in 19 Ländern arbeitet. Es engagiert sich personell im Austausch von TheologInnen und Entwicklungsfachkräften zwischen evangelischen Kirchen in Europa, Afrika, Asien und Lateinamerika und unterstützt Projekte seiner Partner finanziell.

 

Superintendent

Heiko Schütte

Tel.: 05191 6011-0

Rühberg 5
29614 Soltau

Übersichtskarte

 Hier finden Sie eine Übersicht über die Kirchen im Ev.-luth. Kirchenkreis Soltau

Übersichtskarte

Veranstaltungen im Reformationsjahr 2017

Martin Luther
 gemeinfrei

 Hier finden Sie eine Übersicht über alle Veranstaltungen anlässlich des Reformationsjahres 2017. 

Link zur Terminübersicht