Alles neu

Nachricht 27. Dezember 2025

Andacht vom 27. Dezember 2025

Wer mich näher kennt, weiß von meiner Leidenschaft für Kalender.

Ich liebe es jeden Tag, jede Woche oder jeden Monat ein Blatt vom Kalender abzureißen. Das ist mein persönliches Ritual der Hoffnung.

Was vergangen ist, liegt hinter mir, verbunden mit dem Gefühl und der Erinnerung etwas geschafft zu haben. Das kann positives als auch negatives sein.

Mit jedem neuen Tag, jeder neuen Woche und jedem neuen Monat gibt es unendliche viele neue Chancen und neue Möglichkeiten. Das ist fast wie ein Adventskalender des Lebens. Es steigert meine Vorfreude auf das, was das Leben und was Gott noch für mich bereithält.

Ich weiß, dass diese Gedanken für alle die einsam sind, die sich nach Zuwendung sehnen, die einen Verlust zu beklagen haben und die täglich um ihr Auskommen kämpfen müssen, nicht verstanden werden können. Da kosten das Leid und die Trauer jeden Augenblick so viel Kraft, dass es schwer fällt den Kopf oben zu behalten. Ich weiß, wovon ich rede.

Ich höre aber auch die Worte Jesu, die uns Lukas überliefert: „Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“ (Lukas 21,28)

Er spricht von sich selbst, gegenwärtig und gleichzeitig auch zukünftig.

Er ist da. Er löst. Er befreit. Er tröstet und richtet wieder auf.

Das ist mehr als eine Hoffnung, es ist ein Verheißung.

So paradox es ist: Die Erlösung findet in Raum und Zeit, jetzt und heute, als auch im neuen Jahr und in der Ewigkeit statt. Gott spricht: „Siehe, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21, 5)

Mit dieser Verheißung, mit dieser Erwartung ändern sich noch nicht die Aufgaben, das Leben und das Jahr, das in einigen Tagen neu beginnt.

Was aber definitiv anders ist: „Ich fühle mich von Christus getragen. Er lässt mich nicht untergehen und er lässt mir immer ein Stück Himmel offen.“

Und das jeden Tag neu!

 

Friedhelm Hoffmann, Pastor in Wietzendorf