Eine große Freud

Nachricht 10. Januar 2026

Andacht vom 10. Januar 2026

Nun ist er doch noch gekommen: Der Schnee zur Weihnachtszeit. An den Weihnachtstagen hat uns das Sonnenlicht nach draußen gelockt. Und nach Silvester ist der Schnee gefallen und Kinder konnten die Schlittenfahrt genießen. Winterbilder sehe ich auf meinem Handy, die Menschen vor ihrer Haustür aufgenommen haben. Und die Sternsinger waren auch unterwegs.

Als ich Konfirmand war, sind auch wir Evangelischen mit einem Lied von Haus zu Haus gegangen, um Gottes Segen den Menschen zuzusingen. „Wir wünschen euch ein fröhliches Jahr, Caspar, Melchior und Balthasar.“

Von den Sternsingern aus der Schweiz stammt das Lied, das viele von uns kennen: „Es ist für uns eine Zeit angekommen, die bringt uns eine große Freud“ Und dann stimmen wir ein: „Übers Schnee bedeckte Feld, wandern wir, wandern wir, durch die weite weiße Welt.“

Der ursprüngliche Text erzählt von Jesus, der für uns Mensch geworden ist, von den Hirten auf dem Feld, die schnell laufen und Gott die Ehre geben und von den Königen, die vom Stern begleitet nach Bethlehem zur Krippe finden.

In dieser Weihnachtszeit ist der Schnee da, und bringt uns alle dazu, gemeinsam etwas langsamer zu machen, vorsichtiger zu gehen, ja, auch das Schneeschieben und Fegen der Wege verbindet uns. Das finde ich immer gerecht und beruhigend, wenn alle durch den Schnee auf sich und andere achten, hoffentlich, und auch die weite, weiße Welt genießen können.

Innehalten, Pause machen, durchatmen. Vielleicht ist es uns gelungen, runterzuschalten, in den ersten Tagen des neuen Jahres. Die winterliche Landschaft bietet einen Rückzug an, wo auch die Natur eine Pause macht.

Und dann weiter gehen, in die Tage, in denen es immer etwas heller wird und die Tage länger werden. Mögen in uns die besinnlichen Tage weiter wirken. Möge Gott uns ansprechen. Das Bibelwort des Jahres 2026 sagt: Gott spricht: „Siehe, ich mache alles neu.“ (Offenbarung 21,5) Das mag uns seltsam vorkommen, weil wir denken, alles bleibt so wie es ist, aber doch ist es dran, dass sich etwas ändern kann, in dem, was mich bewegt - zuhause und in der Familie, bei der Arbeit oder im Verein, oder für mich ganz allein. Gott sagt: „Siehe“, du musst nicht alles schaffen, ich steh dir zur Seite!

Gottes Segen in diesem noch jungen Jahr wünscht

Matthias Winkelmann, Pastor in Neuenkirchen (Kirchenkreis Rotenburg)