Die Kirche „Zum Guten Hirten“ in der Siedlung Hasselhorst im gemeindefreien Gutsbezirk Lohheide war als Symbol des Neuanfangs nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden. Am 19. Dezember 1954, dem vierten Adventssonntag, wurde sie feierlich eingeweiht – genau 71 Jahre vor ihrer Entwidmung. Zunächst diente ein Klassenraum der neu errichteten Schule als Provisorium für Gottesdienste, wo Predikant Seipold die seelsorgerische Betreuung übernahm.
Geschichte der Kirche „Zum Guten Hirten“
Die evangelische Kirche in der Siedlung Hasselhorst entstand als Zufluchtsort für Vertriebene am Rande des Truppenübungsplatzes Bergen-Belsen. Vor 1954 fanden Gottesdienste im Schulraum statt. 1954 folgten Grundsteinlegung und Richtfest als Symbol des Neuanfangs inmitten von Umsiedlungen. Am 19. Dezember 1954 wurde sie am vierten Adventssonntag eingeweiht, unter Beteiligung der Predikanten Seipold und Berndt. In den 1950er-Jahren erhielt sie ein großformatiges Altarbild von Rudolf Schäfer (Abendmahl), eine Orgel mit acht Registern und Glocken. Zeitweise zählte die Gemeinde bis zu 2.000 Mitglieder, mit Taufen, Konfirmationen und Hochzeiten. Später erhielt sie den Namen „Zum Guten Hirten“ als Sinnbild für Trost in der Heide. Am 21. Dezember 2025 erfolgte die Entwidmung durch Regionalbischöfin Marianne Gorka.
Verfahren der Entwidmung in der Evangelischen Landeskirche Hannover