Feierliche Entpflichtung

Pressemitteilung 02. November 2026

Superintendent Heiko Schütte wurde in den Ruhestand verabschiedet

Superintendent Schütte mit der Regionalbischöfin und rund 40 Pastor*innen, Superintendent*innen und Vertreter*innen des Kirchenkreises; Foto: J. Eisbein

So einen Einzug, wie am Sonntag, dem 01. November 2026, sieht man selten, als Superintendent Heiko Schütte in der St.-Johannis-Kirche in Soltau entpflichtet und verabschiedet wurde. In Begleitung von rund 40 Pastor*innen, Superintendent*innen und Vertreter*innen des Kirchenkreises betrat er zusammen mit Regionalbischöfin Marianne Gorka ein letztes Mal als Superintendent im aktiven Dienst die bis auf den letzten Platz gefüllte Kirche.

Zahlreiche Menschen, Wegbegleiter*innen und seine Familie waren gekommen. „Du hast etwas von diesem Künstlerblick“, sagte Regionalbischöfin Gorka in ihrer Ansprache und verglich Schüttes Wirken mit dem eines Künstlers, der in alten Dingen neue Möglichkeiten entdeckt. „Und mittendrin sahst du zuerst die Menschen mit ihren Begabungen und Eigenheiten, ihren Ideen, Hoffnungen und Widerständen. Menschen, denen du mit hoher Wertschätzung und vertrauenswürdig begegnet bist.“ Für Gorka ist dieser Blick auf die Menschen entscheidend für gute Leitung: „Gute Leitung schafft Bedingungen, unter denen Menschen ihre eigene Gestalt finden und ihre Möglichkeiten entfalten können.“

Regionalbischöfin Marianne Gorka und Superintendent Heiko Schütte; Foto: J. Eisbein

26 Jahre lang hatte Schütte den Kirchenkreis Soltau geleitet und dabei viel bewegt. Unter anderem entstand in seiner Zeit das heutige Haus der Kirche, in dem alle Dienste des Kirchenkreises wie z. B. die Diakonie, das Familienzentrum oder auch der Hospizdienst in Soltau unter einem Dach zusammenarbeiten. Für Groß und Klein hatte er stets ein offenes Ohr. Auch seine Gemeinden lagen ihm am Herzen, darunter auch die Arabische Christengemeinde, mit der er sich immer eng verbunden fühlte. Dasselbe gilt für die Missionsarbeit, sei es im Ev.-luth. Missionswerk in Hermannsburg oder bei der Arbeit von Kirche unterwegs im Südessecamp.

„Kirche ist missionarisch oder sie ist nicht Kirche“, zitiert Pastor Frank Blase aus Bispingen ihn. „Es war dir immer wichtig, diesen Anspruch in Wort und Tat zu leben und umzusetzen – auch in der Arbeit im Kirchenkreis“, betonte Blase, der gemeinsam mit Pastor Axel Stahlmann aus Bergen als stellvertretende Superintendenten die Vertretung bis Ende Dezember übernehmen werden. Wie es mit der Kirchenkreisleitung ab Januar weitergeht, wird in den kommenden Wochen in der Kirchenkreis-Synode beschlossen.

Superintendent Schütte nach seiner Entpflichtung; Foto: J. Eisbein

„Du gibst das Leitungsamt ab. Du musst nicht mehr für alles einen Blick haben, so viele Fäden zusammenhalten und für jede Entwicklung im Kirchenkreis mitverantwortlich sein“, sagte Gorka mit Blick auf Schüttes bevorstehenden Ruhestand. Gleichzeitig dankte sie ihm für seine 26 Jahre im Superintendentenamt: „für deine Verantwortung, deine Beharrlichkeit, deinen Blick für Menschen, deinen theologischen Sinn und deinen Feingeist.“ Und dabei blieb es nicht: Von allen Seiten kamen Dankesworte, nicht nur an ihn, sondern auch an seine Frau Sabine und ihre zwei Kinder. Denn, wie Schütte selbst in seiner anschließenden Dankesrede betonte, trägt sich ein solcher Dienst nicht allein, sondern es braucht die Familie und Gottes Beistand.

Der Kirchenkreis Soltau wünscht Superintendent i. R. Heiko Schütte von Herzen eine gesegnete und erfüllte Zeit. Möge Gottes guter Segen ihn auf allen neuen Wegen begleiten und ihm Freude, Zuversicht und viele wunderbare Momente schenken.

Volles Gotteshaus zur Verabschiedung; Foto: J. Eisbein